„In diesem berührenden Gedicht erzählt Sophie von ihrem inneren Kampf mit Erwartungen, Unsicherheiten und dem Wunsch, ihr wahres Ich zu finden. Ein stiller, kraftvoller Blick auf Selbstzweifel und die Suche nach Authentizität.“
Manchmal voller Wut,
Manchmal voller Trauer
Trotzdem immer ein bisschen leer
So, als würde etwas fehlen –
Etwas, was du nicht benennen darfst, nie benennen durftes
Vielleicht auch nie benennen konntest
In jeder Ecke, in jedem Winkel hast du danach gesucht
Die schweren Blicke Erwartungen der anderen, die dich formen wollten auf deinen Schultern
Wie man zu sein hat, wie man sein soll
Vielleicht war es mal da,
Vielleicht aber auch nicht
In Spiegeln, die dein Selbstbild verzerren
Mit Worten, die dich kleiner machen
Lauter, leiser
Näher, entfernter
Mal nachdrücklich mit Pinselstrich gezeichnet
Mal seicht wie eine Feder
Bist du das – oder verschwindest du jeden Tag ein bisschen mehr unter dem Deckmantel der
Vorstellungen von dem, was du sein solltest?