Heute begleiten wir Sophia auf ihrem Weg vom ersten CSD als Ally bis hin zu einer starken Verbundenheit mit ihrer queeren Familie. Dieses Jahr geht sie für alle, die noch nicht für sich selbst gehen können – laut, stolz und voller Liebe.
Vor sieben Jahren war ich zum ersten Mal auf dem CSD als Ally, um meine beste Freundin zu unterstützen
Es war mir wichtig für sie da zu sein und ihre Queerness zu feiern
Aber trotzdem hatte ich Angst, dass man denken könnte, dass ich selbst etwas anderes als hetero war
Laut – Leise
Vor sechs Jahren hatte ich das erste Mal so richtig verliebt in eine Mitschülerin
Sagen konnte ich es ihr nicht, weil ich so unfassbar Angst vor ihrer Reaktion hatte
Lustigerweise hat sich Jahre später herausgestellt, dass sie mich auch mochte
Leise – Laut
Vor fünf Jahren war ich frisch aus der Beziehung mit einem Mann habe mich getraut auf mein erstes Date mit einer Frau zu gehen
Danach saß ich noch Stunden auf meiner Couch und habe den Nachmittag Revue passieren lassen, weil ich sie so toll fand
Ich glaube, ich habe mich zuerst in ihr Lachen verliebt
Laut – Leise
Vor vier Jahren habe ich zu Weihnachten meinen Eltern und Brüdern von ihr erzählt
Ein paar Monate später haben sie sich kennengelernt und darüber gebondet, mich in Gesellschaftsspielen zu besiegen
Laut – Laut
Vor zwei Jahren war ich auf dem CSD, diesmal umringt von queeren Freund*innen und ohne Angst, nur umringt von Liebe und Akzeptanz
Laut – laut
Vor einem Jahr haben wir uns getrennt und kurz hat es sich so angefühlt, als würde die Welt untergehen
Mittlerweile kann ich mir nicht vorstellen, wie es ist sie nicht als eine meiner engsten Freundinnen zu haben
Laut – Laut
Dieses Jahr auf dem CSD gehe ich nicht nur um gegen eine intoleranter werdende Welt zu demonstrierten und die Community zu zelebrieren, sondern ich gehe auch für alle, die noch nicht für sich selbst gehen können so wie ich vor sieben Jahren
Laut – Laut