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Meine Liebe_n / Sara / 5. September 2024

Verweichlichte Gen Z und Bedürfnisse in Beziehungen

Sara

Sara 2 Min. Lesezeit

#Bedürfnisse #Featured #Liebe Leben

Sie sind keine Snowflakes: Die Gen Z wünscht sich nicht weniger als eine Revolution in Sachen Beziehung – zum Wohle aller. Eine Streitschrift von Sara.

Jedes Mal, wenn ich Menschen sagen höre, dass die Gen Z übersensibel und „Snowflakes“ in Beziehungen sind, werde ich wütend. Wütend darüber, dass eine ganze Generation über einen Kamm geschert wird und auch wütend darüber, dass die Wahrnehmung von Bedürfnissen als lächerlich dargestellt wird. Als ob das nicht zu einem Instrument werden könnte, dass ehrliche und schöne Beziehungen auf Augenhöhe schaffen kann.  

Vor allem innerhalb von Beziehungen profitiert jede*r davon, wenn über Wünsche, Ängste und andere Gefühle gesprochen wird, damit Sicherheit entstehen kann. Warum genau das Unbehagen bei teilweise älteren Menschen auslöst, lässt sich vielleicht so erklären: wer selber keinen sensiblen Umgang in einer Beziehung erlebt und insgeheim das Bedürfnis hat Rücksicht und Empathie kennenzulernen, reagiert emotional.  

Grundbedürfnisse wie „Essen, Trinken etc.“ sind uns alle bekannt aber dass es ebenjene auch auf emotionaler Ebene gibt, scheint nicht jede*m bekannt zu sein. Respektiert und akzeptiert werden, Liebe erfahren, ein Gefühl von Sicherheit zu erleben, Erfüllung und Glück zu haben und noch vieles mehr, verbindet uns als Menschen. 

Vor allem Cis Männer in Beziehungen sind oft in dem Rollenbild „starker und kalter Mann“ gefangen, der keine Gefühle zeigen darf und würden selber von einem sensiblen Umgang profitieren. Kein „boys will be boys“ und „Männer weinen nicht“, sondern ein „Echte Männer reden über ihre Gefühle und finden einen Umgang mit ihnen.“ Wir würden alle davon profitieren, wenn bedürfnisorientierte Kommunikation auf dem Vormarsch wäre, da wir endlich über die richtigen Themen anfangen würde zu reden.  

Nicht darüber, dass sie „nie Blumen mitbringt“, sondern „dass er ein Bedürfnis nach Aufmerksamkeit in Form von Gesten hat“*. Nicht darüber, dass „they nie Körperkontakt initiiert“, sondern dass „sie ein Bedürfnis nach körperlicher Nähe hat“. Nicht darüber, dass „er keine Dates plant“, sondern „they das Bedürfnis nach einer gemeinsamen, bewussten Zeit hat“. 

Wann endlich Bedürfnisrevolution? 

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