Eram

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Ich bin Eram. Ein Name, der vage arabisch klingt, aber eigentlich auf Latein „ich war“ bedeutet. Für jemanden, der second generation in Deutschland lebt und einen Wackelkontakt zu den eigenen Eltern, Vorfahren und Geschichten hat, ein gelungener Ansatz in Sachen pathetischer Selbstdarstellung. Ich bin muslimisch alhamdulillah. Ich bin trans und stelle Gottes Art, mich geschaffen zu haben, in Frage. Ich bin ein dicker Körper, in einer engen und knappen Welt. Ich liebe Nudeln mit Tomatensoße. Ich bin bisexuell, weil ich dadurch beinahe frei von Subkulturdruck existieren kann. Ich bin ein Zwischenweltler, der eindeutige Identitäten transzendiert und sie somit ad absurdum führt. Ich kann mir leisten so dramatisch zu sein, weil meine Eltern reich sind. Ich versuche trotz allem weich und herzlich zu sein. Ich glaube mehr an die Menschen, als sie an mich Glauben. Göttliches ist für mich allgegenwärtig. Ach ja und außerdem bin Sozialarbeiter, weil es mein Schicksal ist.

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